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Wie bereits vor einiger Zeit von mir angekündigt, wurde ich am vergangenen Wochenende von der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften (DVS) für einen Vortrag in die heiligen Räumlichkeiten der Uni Leipzig (ehemals Deutsche Hochschule für Körperkultur) eingeladen.

Auf meinem Blog hatte ich ja bereits schon einige Male über den Kurs AUSTSWIM – Lehrer für Schwimmen lernen und Wassersicherheit berichtet. Nun hatte ich die einmalige Chance, diesen international in vielen Ländern bereits anerkannten und als weltweit ersten ISO akkreditierten Schwimmlehrerkurs, Hochschul- und Universitätsdozenten aus ganz Deutschland vorzustellen.

Das Hauptthema befasste sich mit den Ausbildungskonzepten im Schwimmen an Deutschen Hochschulen und Universitäten und da der AUSTSWIM Kurs als Einstellungsvoraussetzung für australische Sportlehrer gilt, passte meine Vortrag sehr gut in diesen Bereich.

Den Auftakt der Vortragsreihe machte ein Dozent der Universität Flensburg. Er beschäftigt sich schon längere Zeit mit der Schwimmausbildung in der Schweiz und sagte ein paar Worte zu deren Methode und wie seiner Meinung nach Schwimmen lernen durchgeführt werden sollte. Diese Ideen und Ergebnisse erinnerten mich doch stark an die Inhalte und Herangehensweise des AUSTSWIM Konzepts und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass endlich mal jemand das Schwimmen lernen in Deutschland aus einer anderen Perspektive sah.

Im Anschluss an seinen Vortrag kam dann mein großer Auftritt. Am Anfang war ich noch etwas skeptisch und mir nicht sicher, wie mein Vortrag von den fast zwanzig Teilnehmern angenommen werden würde. Jedoch hatte mein Vorredner gute Arbeit geleistet und ich wusste in etwa, dass ich hier nicht mit viel Kritik oder Ggegenwehr zu rechnen hatte. Ganz im Gegenteil. Meine Zuhörer zeigten sich sehr beeindruckt und überrascht, wie breit und vielseitig die australische Schwimmlehrerausbildung und Schulschwimmanforderungen sind. Sie lasen sich meine Power Point Seiten interessiert durch und hörten sich genau an, was ich zu berichten hatte.

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Beeindruckt zeigte man sich vor allem beim Stellenwert des Themas Wassersicherheit und man fragte mich am Ende des Öfteren, wo man das AUSTSWIM Lehrbuch aufgrund seiner sehr klar dargestellten Abbildungen und inhaltlichen Herangehensweise erwerben könne.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde von einer der Teilnehmerinnen zum Thema Schulschwimmanforderungen in Tasmanien eine für mich doch sehr ausschlaggebende und richtungsweisende Frage in der Raum gestellt : “Warum war es in Deutschland bisher nicht möglich, so etwas zustande zu bringen?”

img_2529Am Samstag durften wir dann alle an der Weiterbildung der A-Lizenz Trainer des Deutschen Schwimmverbandes teilnehmen. So gab es einen sehr interessanten Rückblick auf die Olympischen Spiele in Rio vom Bundestrainer Henning Lambertz und eine Diskussionsrunde über die aktuelle Situation im Deutschen Schwimmsport. Anschließend hatte ich noch die einmalige Möglichkeit, mir einen Eindruck von der täglichen Arbeit der Mitarbeiter des Instituts für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) in der Gegenstromanlage und bei Videoanalysen im 50m Becken zu holen.

Auch in dieser Woche werde ich wieder für AUSTSWIM unterwegs sein und ein paar Vorträge und Workshops durchführen. Selbstverständlich werde ich im Anschluss einen kleinen Bericht posten, so stay tuned!

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