Gerade wurde hier in Australien eine neue Studie über das Ertrinken bzw. fast Ertrinken von Kindern (z.B. zu hause im eigenen Swimmingpool) veröffentlicht. Auch in Deutschland erhöht sich die Anzahl der privaten Swimmingpools von Jahr zu Jahr und somit leider auch das Badeunfallrisiko.

Die Statistiken zeigen, dass das Ertrinken in Down Under die Haupttodesursache von Kindern zwischen 0 und 5 Jahren ist. Ähnlich sieht es auch in vielen anderen Ländern aus (In Österreich ist es z.B. die zweithäufigste Todesursache.). Im oben gezeigten Video findet ihr die Ergebnisse der Studie. Zum einen wird aufgezeigt was die Hauptgründe für das Ertrinken von Kindern im Alter von 0 und 16 Jahren sind und zweitens was Eltern zu beachten haben, damit ihre Kinder sich sicherer im und in der Umgebung von Wasser aufhalten können.

Um das Ertrinken von Kindern so gut wie möglich zu verhindern, haben sich in dieser zweijährigen Studie vier wichtige Vorbeugemaßnahmen heraus kristallisiert:

1. Beaufsichtigung der Kinder = Augenkontakt/ Handkontakt/ Armreichweite

2. Ein eingezäunter Pool = Um Zugang für Kinder ohne Erwachsene zu unterbinden

3. Wassergewöhnung = ist wichtig, aber keine Garantie für 100%ige Wassersicherheit, die es meiner Meinung nach eh nicht gibt

4. Erste-Hilfe-Kentnisse  = sollten von Eltern beherrscht und regelmäßig aufgefrischt werden

Auch im Badezimmer kann es oft zu Unfällen kommen. Kinder rutschen aus, gleiten unter Wasser und können nicht selbständig ihr Gesicht über dem Wasser halten. Auch für diese Situationen werden Sicherheitsempfehlungen vorgeschlagen. Zum Beispiel ist es sinnvoll das Telefon auszustellen bzw. mit in das Badezimmer zu nehmen, sowie Handtücher und Anziehsachen für das Kind bereits vor Beginn des Bades im Badezimmer aufzubewahren. Dadurch soll verhindert werden, dass ihr euer Kind unbeaufsichtigt für ein paar Minuten alleine lassen müsst.

Seit Jahren müssen in Australien Swimmingpools mit einem Poolzaun versehen werden. Seit der Einführung dieser Regel hat sich die Anzahl der Badeunfälle erheblich gesenkt. Leider gibt auch ein solcher Zaun keine hundertprozentige Sicherheit. Oft funktionieren die kindersichereren Eingangstüren nicht ordnungsgemäß, Kinder klettern über den Zaun weil Gegenstände bzw. Bäume zu nahe dran stehen oder die Eltern passen nicht genug auf, obwohl sie sich mit im Poolbereich aufhalten.

Ein ganz wichtiger Hinweis ist, dass fast 50% der ertrunkenen Kinder bereits an einem Wassergewöhnungs- bzw. Schwimmkurs teilgenommen hatten. Durch so einen Kurs erhöht sich zwar das Selbstbewusstsein der jungen Teilnehmer gegenüber Wasser, allerdings zeigt auch auf das Schwimmstunden Kinder nicht vor dem Ertrinken schützen. Das A und O bleibt immer noch die Beaufsichtigung der Kleinen durch ihre Eltern.

Im Falle eines Ertrinkungsunfalles ist es immer am besten wenn schnellst möglich gehandelt wird. Eltern sollten daher wissen wie sie ein Kind wiederbeleben können. Es ist immer besser Wiederbelebungsmassnahmen durchzuführen und hoffentlich dadurch die Überlebenschancen des Kindes zu erhöhen, als gar nichts zu unternehmen und nur auf den Notarzt zu warten.

 

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