Die Schwimmart dich euch heute gern vorstellen möchte ist meines Wissens nach in Deutschland nicht sehr verbreitet, könnte aber sowohl für die vielseitige Schwimm- und Wassersicherheitsausbildung eures Kindes aber für den Notfall von grossem Nutzen sein. Wie der Name es bereits vermuten lässt…

handelt es sich hierbei um eine Schwimmart, die sehr sicher und effizient im Notfall  umgesetzt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist das sie außerdem leicht zu erlernen ist, wenn man schon bestimmte Schwimmerfahrungen mitbringt.

Die Beinbewegung ähnelt der des Brustschwimmens (Froschbeinschlag), nur das man diese auf dem Rücken ausführt. Hände und Arme liegen bei ausgestreckten Beinen dicht am Körper (Gleitposition). Werden nun beide Beine angewinkelt, berühren die Hände die Achseln und werden anschließend zur Seite leicht ausgestreckt. Der Beinschlag erfolgt dann gleichzeitig mit einer Armschlagbewegung nach unten, bei der das Wasser entgegen der Schwimmrichtung weggedrückt wird.

Die Vorteile liegen eindeutig auf der Hand. Das Gesicht befindet sich kontinuierlich über der Wasseroberfläche (unbeschwertes Atmen), die Gliedmaßen bewegen sich immer darunter (energiesparend/ verlangsamt die Auskühlung der Körpers) und durch kräftige Arm- und Beinschläge kann eine lange Gleitphase aufrechterhalten werden (Erholungs-/ Regenerierungsphase). Nur die Orientierung fällt etwas schwerer, da der Blick immer gerade nach oben gerichtet ist. Survival Backstroke wird daher in Australien immer nur nach der Grundlagenausbildung von Freistil und Rückenkraul im Schwimmlernprozess unterrichtet. Ein weiterer Vorteil ist, das diese Schwimmart über lange Strecken geschwommen werden, ohne das man dabei schnell ermüdet.

Im meinem Schwimmunterricht bringe ich meinen Kindern diese Art der Fortbewegung noch vor dem Brustschwimmen bei. Sie können hier die Beinbewegung auf dem Rücken entspannt üben, ohne sich dabei Gedanken über die Atmung machen zu müssen, was für Kinder ein großer Vorteil sein kann. Kinder die das Schweben auf dem Rücken bereits meistern, dürften keine Probleme haben diese Fortbewegungsart relativ schnell zu erlernen. In den meisten Fällen dauert es nicht länger als ein bis zwei Übungsstunden, bis sie die Grundbewegungen beherrschen.

Die technisch korrekte Ausführung kann wie bei allen anderen Schwimmarten etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, das es für viele Kinder sehr frustrierend sein kann, wenn sie aus mangelnder Fitness, aufgrund unzureichender Körperposition bzw. mangelnder Technik im Wasser es nicht schaffen die Distanz von 25m bis 50m mit Kraul-, Rücken- oder Brustschwimmen zurückzulegen. Das Gegenteil ist meines Erachtens der Fall, wenn man die Technik des Survival Backstrokeschwimmens beherrscht. Es gibt den Kindern viel Selbstvertrauen und ermutigt sie die anderen Schwimmtechniken zu verbessern, da sie nun wissen wie es sich anfühlt eine längere Distanz zu schwimmen.

Survival Backstroke wird in Australien im Nachmittagsschwimmunterricht, aber auch im Schulschwimmen im Rahmen der Wassersicherheitsausbildung gelehrt und ist eine von drei zu erlernenden Sicherheitsschwimmarten.

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