Meines Erachtens werden in Deutschland immer noch in zu vielen Schwimmkursen Kinder mit unterschiedlichen Vorkenntnissen in eine Gruppe gesteckt und die Anzahl der Teilnehmer ist leider auch immer noch viel zu groß, um auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Dadurch kommt es oft vor, dass man bei sehr ängstlichen bzw. jungen Kindern mehr Schaden in den ersten Übungststunden anrichtet, als das es ihnen hilft Bedenken und Ängste gegenüber dem Wasser abzubauen.

16828520_m SchwimmschuleUm diese Situation zu vermeiden, sucht euch bitte eine Schwimmschule die euer Kind behutsam an das Wasser heranführt und ohne Druck die Voraussetzungen zum Schwimmen lernen beibringt. Schwimmanfänger sollten hier erst mal einen Wassergewöhnungskurs (Kursstärke 4 bis 6 Kinder) besuchen und etwas Selbstvertrauen aufbauen, bevor sie das eigentliche Schwimmen erlernen. In diesem Abschnitt der Schwimmausbildung werden eurem Kind Kenntnisse wie den Kopf ohne zu zögern unter Wasser zu tauchen und dabei gleichzeitig die Augen zu öffnen beigebracht. Immer wieder kommt es vor, das Kinder heutzutage nicht wissen, wie sie die Luft für mehrere Sekunden unter Wasser anhalten können, Blasen blubbern bzw. diese mal langsam oder auch kraftvoll auszupusten ohne dabei Wasser zu schlucken. Das Beherrschen dieser Fähigkeiten hört sich sehr belanglos an, ist allerdings sehr wichtig um die anschließenden Aufgaben und Anforderungen zu meistern.

Der Kurs sollte auf jeden Fall auch das Schweben auf der Wasseroberfläche, ohne dabei in Panik zu geraten und das sichere Rein- und Rausklettern aus dem Wasser beinhalten. Eventuell wird sich auch schon ein wenig mit oder ohne Schwimmhilfe fortbewegt und mit viel Unterstützung durch den Schwimmlehrer, der Sprung ins Wasser geübt. Selbstverständlich sollte wenn möglich alles in einer freundlichen und entspannten Umgebung und die Übungen in Form von Spielen und der Methode des „selbst Ausprobierens“ durchgeführt werden.

Ein erfolgreicher Start in der Wassergewöhnung wird in der weiterführenden Ausbildung vieles erleichtern. Kann dein Kind die oben erwähnten Fertigkeiten dann nach ein paar Einheiten im Wasser ohne Probleme  vormachen kann, dann kann anschliessend vorsichtig mit der Ausbildung einer ersten Forbewegungsart begonnen werden.

Wie bereits erwähnt, die Betohnung liegt in dieser ersten Phase der Ausbidlung auf behutsam, Geduld und ohne Druck. Ein unerfahrener Schwimmlehrer kann hier viel falsch machen.

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