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Viele Eltern denken, dass sie, sobald ihre Kinder aufblasbare Schwimmhilfen, wie Schwimmreifen oder Schwimmflügel tragen können, ihre Aufsichtspflicht im Freibad oder am See vernachlässigen können. Die in Deutschland zugelassenen aufblasbaren Auftriebshilfen wurden in den letzten Jahren ausreichend vom TÜV geprüft. Trotzdem heißt das noch lange nicht, dass sich eure Kinder jetzt sicherer im Wasser bewegen als vorher. 

Die Gefahr ist einfach zu groß. Schwimmflügel können immer noch Luft aufgrund von Qualitätsmängeln, Alter oder unvorsichtigem Gebrauch verlieren. Es kann auch passieren, dass die Verschlüsse nicht richtig dicht oder falsch verschlossen worden sind, oder euer Kind diese aus Versehen im Wasser öffnet. Versagt eine aufblasbare Schwimmhilfe oder verliert euer Kind das Gleichgewicht, kann das schnell zu einer gefährlichen Situation führen, wenn ihr nicht in unmittelbarer Nähe seid.

Ähnlich verhält es sich mit Schwimmhilfen, wie Schwimmbretter oder Poolnudeln. Sie geben viel Sicherheit und vor allem dem Nichtschwimmer ein Gefühl von Unabhängig- und Selbstständigkeit. Verliert euer Kind den Halt, kann das ebenfalls sehr gefährlich werden.

In den letzten zwei Jahren sind so genannte Meerjungfrauenschwimmflossen sehr beliebt geworden. Vor allem Kinder, die schon schwimmen können, wollen diese unbedingt ausprobieren. Viele vergessen dabei, dass man mit diesen Flossen sich nur vorwärtsbewegen kann, wenn man den Delfinbeinschlag sicher beherrscht. Wurde einem Kind im Schwimmunterricht nur der Brustbeinschlag beigebracht, wird es mit der angelegten Delfinflosse schnell feststellen, dass es, vor allem wenn es in Panik gerät, die Beine nicht so bewegen kann, wie es das normaler Weise gewohnt ist.

Für all diese Gefahrenssituationen gibt es nur eine Lösung. Haltet euch beim Baden und Schwimmen in der Nähe eurer Kinder auf. Besser wäre es, wenn es sich dabei um eine Armlänge handelt, denn nur dann seid ihr in der Lage schnell einzugreifen und Schlimmeres zu verhindern. Ist dein Kind für eine kurze Zeit mit dem Gesicht unter Wasser, dann wird es wahrscheinlich nicht unbedingt gleich ertrinken, wenn ihm rechtzeitig geholfen werden kann.

Habt ihr aber schon mal an die möglichen bleibenden Schäden und damit verbunden Veränderungen in allen euren Lebensbereichen gedacht? Nur weil ihr einmal nicht hingeschaut habt, könnte sich das Leben eures Kindes und auch euer eigenes schlagartig ändern. Es gibt viele Badeopfer, die für den Rest ihrer Lebens auf Hilfe angewiesen sind, nur weil ihr Gehirn für ein paar Minuten nicht mit genug Sauerstoff versorgt worden ist. Sie sind nun tragischerweise ohne die Unterstützung ihrer Familie nicht mehr fähig allein für sich zu sorgen, nur weil für ein paar Minuten nicht richtig aufgepasst wurde. Also traut bitte keinen Schwimmhilfen und bleibt imner neben euren Kindern, wenn sie sich in der Nähe von oder im Wasser aufhalten.

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