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Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, wurde von mir letzte Woche Dienstag, auf meiner Facebookseite, auf die aktuellen Ertrinkungsstatistiken, veröffentlicht durch die DLRG, vom Jahr 2015 hingewiesen. Demnach ist die Anzahl der Opfer, verglichen zum Vorjahr, um Einiges gestiegen. Mich hat natürlich besonders die Anzahl der ertrunkenen Kinder interessiert.

488 Menschen sind demnach im letzten Jahr in Deutschland ertrunken. Ein Anstieg von fast 25% und somit der höchste Stand seit neun Jahren. Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich unter diesem Link schlau machen: https://www.dlrg.de/die-dlrg/news/meldung-im-detail/neuigkeit/618/News.htm 

Bei den tödlichen Unfällen mit Kindern gab es einen Anstieg von mehr als 15%. Insgesamt waren es 25 Kinder, die im Alter bis 15 Jahre ertranken. Ich habe mich mal mit der DLRG in Verbindung gesetzt, um etwas mehr über die Unfallorte und die Hauptursachen für so viele verunglückte Kinder zu erfahren. Dabei kam heraus, dass diese in Seen, Freibädern, Flüssen, Bächen, Gartenteichen und privaten Swimmingpools ertranken. Es gab sogar ein Opfer, das in einer Kläranlage und ein weiteres, das in einem Maurerkübel umkam!!!

Das sind ein paar sehr traurige Zahlen und diese zeigen einmal wieder, dass viele Eltern es mit der Aufsicht nicht so ernst nehmen oder auch die ausgehende Gefahr einfach viel zu sehr unterschätzen. Ein paar Sekunden der Unachtsamkeit reichen eben schon aus und Kinder fallen in einen Gartenteich, den eigenen Swimmingpool oder den an das Grundstück angrenzenden kleinen Bach. Wie man sieht, muss die Wassertiefe nicht sehr hoch sein, um sich dabei in Lebensgefahr zu begeben. Ein Maurerkübel reicht nach den Informationen der DLRG eben auch schon aus. Außerdem habe ich immer wieder das Gefühl, dass viele Eltern der Meinung sind, sobald ihre Kinder etwas Schwimmen können, diese in Wassernähe nicht mehr betreuen zu müssen. “Mein Kind kann ja sicher schwimmen.” Leider kann so eine Einstellung zu fatalen Folgen führen. Nicht zu vergessen sind auch all die Kinder, und diese kommen in so einer Statistik nicht vor, die ihren Badeunfall überlebt haben und geretet worden sind. Einige von ihnen sind zwar bestimmt mit dem Schrecken davon gekommen, aber was ist mit denen, die schwere Verletztungen wie Gehirn- oder Wirbelsäulenschäden davongetragen haben und nun ein Leben lang mit den Folgen klarkommen müssen.

Hier meine Hinweise, um Unfälle eurer Kinder im Wasser zu vermeiden: Macht oder frischt in einem Erste Hilfe Kurs beim Roten Kreuz eure Kenntnisse für Wiederbelebung auf. Betreut und beobachtet eure Kinder AKTIV, wenn Wasser in der Nähe ist und lasst sie nie aus den Augen. Und natürlich meldet sie so früh wie möglich im Wassergewöhnungs- und Schwimmkurs an. Manche Babyschwimmkurse beginnen bereits ab einem Alter von vier Monaten.

Kommen euch diese Tipps bekannt vor? Genau, es sind die Kernhinweise meines WAL Projekts. Hier könnt ihr euch noch mal den Film dazu anschauen!

Das WAL Projekt – Bitte hier klicken!

 

 

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