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Schwimmen lernen – Bewegungserfahrungen sind entscheidend für das Selbstbewusstsein beim Schwimmen

Die australische Schwimmausbildung für Kinder umfasst sechs Schwimmstile. Dabei wird in erster Linie viel auf die technisch korrekte Ausführung wert gelegt, bevor der Schwimmschüler längere Strecken zurücklegen darf. In den meisten Fällen erlernt man hier als erstes das Kraul- und Rückenschwimmen, gefolgt von Survival Backstroke, Brustschwimmen, Sidestroke und Schmetterling.

Das sehr effektive Aquatic Underarm (ähnlich des Hundepaddelns) unterstützt vor allem die Anfänger dabei sich im Wasser unbesorgt fortzubewegen und um sich an die spätere Wechselarm- und Beinbewegung des Kraulschwimmens zu gewöhnen. Das Brustschwimmen mit Kopf aus dem Wasser gilt als reine Sicherheitsschwimmart und wird nur größtenteils im Bereich Wassersicherheit beim Sachenschwimmen oder Üben mit den Rettungswesten angewendet.

Kraulschwimmen als Erstschwimmart

  • Natürliches und einfaches Bewegungsmuster
  • Schnellste Schwimmart
  • Gelenkschonend und sehr gut für den Freizeitsportler geeignet
  • Wettkampf- und Wassersicherheitsschwimmart

Das Kraulschwimmen als erste Schwimmart zu erlernen, war bisher in Deutschland eher ungewöhnlich. Dabei macht es von den körperlichen Gegebenheiten des Menschen ausgehend Sinn, diesen Ansatz in Erwägung zu ziehen. Wichtigste Voraussetzung ist, dass man es erst im flachen Wasser (Anfängerbecken) lernt, bevor es ins tiefe Becken geht.

Rückenkraul für Anfänger

  • Am leichtesten zu erlernende Schwimmart
  • Sorgt schnell für viel Selbstvertrauen
  • Macht Mut zum weiteren Üben und ist rückenschonend
  • Wettkampf- und Wassersicherheitsschwimmart

Das Schwimmen auf dem Rücken gilt als die Fortbewegungsart im Wasser, die am leichtesten zu erlernen ist, da sich das Gesicht nicht im Wasser befindet. Arm- und Beinbewegungen sind leicht zu koordinieren. Eine Schwimmart, die dem Anfänger viel Selbstvertrauen gibt und ihn motiviert weiter zu machen.

Brustschwimmen mit Gleitphase

  • Koordinativ sehr anspruchsvoll
  • In Deutschland am weitesten verbreitet
  • Am effektivsten in horizontaler Position mit Gleitphase geschwommen
  • Sicherheits- und Wettkampfschwimmart

In Australien steht sie an Nummer vier der zu erlernenden Schwimmstile, da sie von Anfang an gleich mit richtiger Gleitphase unterrichtet wird. Nicht umsonst gilt das Brustschwimmen aufgrund seiner koordinativen Ansprüche als schwierigste zu erlernende Schwimmart.

Auch die deutsche Version spielt hier im Unterricht eine Rolle, allerdings wird sie nur im Zusammenhang von Wassersicherheit gelehrt, nachdem man die eigentlichen Bewegungsabläfe des Brustschwimmens verstanden und nachweisen konnte.

Sidestroke

  • Koordinativ anspruchsvoll
  • Aufrechterhalten der Körpertemperatur
  • Energiesparendes Schwimmen
  • Sicherheits- und Rettungsschwimmart

Sidestroke ist eher für den fortgeschrittenen Schwimmer geeignet. Auch hier befinden sich die Gliedmaßen unter Wasser, um den Wärmeverlust zu verringern, und das Gesicht ist über der Wasseroberfläche. Sidestroke ist koordinativ anspruchsvoll und stellt erfahrene Schwimmer am Anfang vor eine kleine Herausforderung, aber wenn sich die Abläufe automatisiert haben, ist sie im Notfall sehr hilfreich.

Survival Backstroke

  • Vorstufe für das Brustschwimmen
  • Aufrechterhalten der Körpertemperatur
  • Energiesparendes Schwimmen
  • Sicherheits- und Rettungsschwimmart

Diese Schwimmart ist in Deutschland eher unbekannt, dabei gilt sie doch in Australien als eine der wichtigsten Sicherheitsschwimmarten für den Notfall und als Vorstufe, um das Brustschwimmen zu erlernen.

Man schwimmt auf dem Rücken, Arme und Beine befinden sich dabei unter und das Gesicht über dem Wasser. Durch kräftige Bewegungen und eine lange Gleitphase wird Energie gespart.

Schmetterlingsschwimmen

  • Unbrauchbar in Notfallsituationen
  • Koordinativ anspruchsvoll
  • Delfinbeinschlag sehr beliebt bei Kindern
  • Reine Wettkampfschwimmart

Auch das Schmetterlingsschwimmen gilt als koordinativ sehr anspruchsvoll und ist dazu auch noch schnell ermüdend, weshalb es im Notfall nicht angewendet werden sollte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Schmetterlingsschwimmen im Schwimmlernprozess am Ende der ganzheitlichen Ausbildung steht.

Allerdings macht es Kindern viel Spaß sich wie ein kleiner Wurm bzw. eine Meerjungfrau mit oder ohne Flossen durch das Wasser zu winden.

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