Hallo liebe Leser,

Die Universität von Griffith (New South Wales/ Australien) hat in 2012 in einer Studie über Kinderschwimmen ein paar sehr interessante und vielversprechende Ergebnisse veröffentlicht.

Für die Leser, deren Schulenglisch über die Jahre etwas eingerostet ist, hier die wichtigsten Infos als Stichpunkte auf Deutsch:

  • Die Studie ist international die erste dieser Art und lief über drei Jahre
  • 7000 Eltern aus Australien, Neuseeland und den USA beteiligten sich daran.
  • 122 Schwimmlernstunden wurden dafür besucht und observiert.
  • ca. 180 Kinder (zwischen drei und fünf Jahre) wurden unabhängig voneinander untersucht.

Generell kann gesagt werden, dass Kinder, die schwimmen können, wesentlich besser in der Studie abgeschnitten haben als Kinder, die nicht schwimmen konnten.

  • Kinder, die in jungen Jahren am Schwimmunterricht teilnahmen, sind, abgesehen von den Wassersicherheitskenntnisssen und -ferigkeiten, in bestimmten Bereichen (bis zu 2 Jahre!!!!) viel weiter entwickelt als Gleichaltrige, die keinen Schwimmkurs besucht haben.
  • Diese Bereiche betreffen den Übergang vom Kindergarten zur Schule, sowie die kognitive, sprachliche und auch körperliche Entwicklung.
  • Kinder, die Schwimmen können, sind außerdem besonders gut im Bereich der Feinmotorik (z.B. malen, halten eines Bleistifts, Türme bauen mit Klötzen)
  • Ebenfalls sind diese Kinder anderen Gleichaltrigen im Bereich des Zählens von 1 bis 10 bis zu zwei Jahre voraus, da die Eltern und Schwimmlehrer Zahlen oft im Schwimmunterricht gebrauchen (z.B. „1…2…3… und los“, „jeder zeigt mir jetzt 10 Beinschläge“).
  • Man fand ebenfalls heraus, dass die Qualität des Schwimmunterrichts in Bezug auf die Aufgabenstellungen durch den Schwimmlehrer auch entscheidend für die Weiterentwicklung der Teilnehmer war.
  • Klare Aufgaben, wie z.B.: „Tauche nach dem blauen Ring!“, „Zeige mir das grüne Dreieck!“ und „Schwimme zur gelben Ente!“ haben einen positiven Einfluss auf die Entwicklung.
  • Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die unterschiedlichen Begriffe, wie z.B. „Schwimme drum herum!“, „Schwimme drunter durch!“, „Tauche unter!“ usw., die von den Schwimmlehrern genutzt werden, ebenfalls einen positiven Effekt bei den Kindern hervorrufen.

Bei so vielen Vorteilen muss man, glaube ich, nicht lange überlegen. Schwimmen lernen ist weitaus mehr als Fitness, Spaß und Wassersicherheit. Seid aber bitte vorsichtig bei der Auswahl eurer Schwimmschule. Schwimmunterricht ist nicht gleich Schwimmunterricht. Denkt daran, dass Qualität seinen Preis hat und auch hier der Spruch „Was lange wehrt, wird gut!“ gilt.

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.