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Das Schwimmlernkonzept


Ein gut strukturiertes Schwimmlernprogramm, das seine Teilnehmer in homogenen Gruppen vielseitig und nachhaltig ausbildet, ist sehr wichtig bei der Schwimmschulauswahl. Auch sollten die einzelnen Schwimmstufen aufeinander aufbauen und jedes neue Level neue Kenntnisse bzw. Herausforderungen für die Kinder beinhalten.

Beginnen sollte die Schwimmausbildung eures Kindes mit der Wassergewöhnung. Dabei sollten sich nicht mehr als vier Kinder in einer homogenen Gruppe befinden. Ideal wäre es, wenn sie das in einem Lehrschwimmbecken, wo jeder Teilnehmer den Boden mit den Füßen berühren kann, machen, denn nur so kann euer Kind Vertrauen zum Wasser aufbauen und sich selbst ausprobieren.

Sind dann die ersten Fortschritte in der Wassergewöhnung zu erkennen und ist das Kind bereit für die eigentliche Schwimmausbildung, hat sich eine Anzahl von fünf bis sechs Teilnehmern pro Gruppe als optimal erwiesen. Später im Fortgeschrittenenkurs können es dann auch, je nach Schwimmlevel, gern schon mal 8 bis 10 Kinder sein.

 Die Konzentration sollte hier auf das Schweben, erste Fortbewegungstechniken, Unterwasserorientierung und ein paar einfache Sicherheits- und Selbstrettungskenntnisse liegen. Im Laufe der Zeit sollten diese Kenntnisse verfeinert beziehungsweise auf andere Schwimmtechniken erweitert werden.

Eine umfangreiche Ausbildung, die die Bereiche Wassergewöhnung, Schwimmen lernen, Schwimmtechnikvermittlung und Wassersicherheit beinhaltet, kann daher bis zu mehreren Jahren dauern. Schwimmen lernen und wassersicheres Verhalten ist ein langfristiger Prozess und kein einmaliger Zehnwochenkurs!

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Die Wassersicherheitsausbildung


Bestandteil eines jeden Schwimmkurses sollte immer, egal in welchem Schwimmlevel sich dein Kind gerade befindet, die Wassersicherheitsausbildung sein. Das fängt an beim Entlanghangeln am Beckenrand zur nächsten Treppe und geht bis zum Sachenschwimmen und Rettungsübungen mit Poolnudeln oder Rettungsseilen.

Auf jeden Fall macht die eigentliche Schwimmausbildung dein Kind zu einem bestimmten Teil auch sicherer im Wasser (zumindest ist es sicherer, als wenn es gar nicht Schwimmen könnte), aber was bringt denn die Technikschulung und das Streckenschwimmen, wenn es nicht auf bestimmte Gefahrensituationen vorbereitet ist? Wer nur das Schwimmen unterrichtet, entwickelt vielleicht gute Schwimmer, aber noch lange keine Kinder, die wissen, wie in bestimmten Gefahrensituationen zu reagieren ist und davon gibt es leider eine ganze Menge. Oft wird der Schwimmunterricht von Schwimmvereinen angeboten, die nur an der Entwicklung des eigenen Nachwuchs interessiert sind. Eine Wassersicherheitsausbildung steht da leider nur im Weg und vergeudet wertvolle Trainingszeit.

Fazit

Wenn die Wassersicherheits- und Schwimmausbildung eures Kindes für euch sehr wichtig ist (und das sollte sie eigentlich), dann achtet also bei der Schwimmschulauswahl auf eine vielseitige und nachhaltige Ausbildung, die von Beginn an viel Wert darauf legt, dass euer Kind in eine Gruppe mit ähnlichem Kenntnisstand eingeteilt wird. Das erweiterte Schwimmtechnik- und Wettkampftraining kann ja dann trotzdem im Anschluss oder parallel durchgeführt werden.