Liebe Leser,

Abgesehen von den allgemeinen Vorteilen des Babyschwimmens, wie Förderung der emotional-sozialen Entwicklung, Bildung von Abwehrkräften, Schulung der Koordination usw. sollte es vor allem aber auch darum gehen die Kinder auf das spätere Schwimmen lernen und mögliche Unfälle in Wassernähe vorzubereiten. Gerade jetzt bekomme ich wieder viele Anrufe von Eltern, die der Meinung sind, dass ihr Kind genau jetzt schwimmen lernen muss. Schließlich steht der Sommer vor der Tür und „das muss nun mal schnell noch erledigt werden bevor es in den Urlaub geht“.

Wenn man sich aber im Anschluß des Kurses nur irgendwie von einer Seite des Schwimmbeckens zur anderen bewegen kann, dann ist das noch lange kein „richtiges“ Schwimmen! Eine effektive Technik zu erlernen, so das sie automatisiert ausgeführt werden kann, mit anderen Worten, unbewußt stattfindet, ist ein längerer Prozess. Man brauch Geduld, muss es regelmäßig Woche für Woche üben und das am besten unter professioneller Anleitung. Das frühe und regelmäßige Üben zahlt sich langfristig auch auf andere Art und Weise bezüglich der kindlichen Entwicklung aus. So konnte vor einiger Zeit in einer Studie nachgewiesen werden, dass Kinder die früh an Schwimmkursen teilnehmen, also bereits im Baby- bzw. Kleinkindalter, intelligenter sind als andere Altersgenossen.

Sich aus Sicherheitsgründen in jungen Jahren über Wasser zu halten, um sich selber vor dem Ertrinken retten zu können ist wichtig und da ist es dann auch egal, wie man sich zum rettenden Ufer bewegt. Vor kurzem hat auch die DLRG endlich entdeckt, dass viele Babys und Kleinkinder immer öfter in einem Gartenteich, in Schwimmbecken oder beweglichen Pools ertrinken. Laut einer Statistik der statista.com ertranken in 2017 18 Kinder zwischen 0 und 15 Jahren in Deutschland. 50 Prozent davon waren nicht älter als 5 Jahre. Diese Zahlen geben uns leider keine Auskunft darüber wieviel Kinder in diesem Alter sich wirklich in so eine Gefahr begeben haben. Manche von ihnen konnten sich hoffentlich selbst helfen, andere wurden glücklicherweise von ihren Aufsichtspersonen rechtzeitig gerettet. Aber was ist mit denen die etwas weniger Glück im Unglück hatten. Sie sind vielleicht nicht ertrunken, haben aber nun langfristige gesundheitlichen Problemen, wie Gehirnschäden, davon getragen und sind ein Leben lang auf andere Hilfe angewiesen. Solche Unfälle können nicht nur ein Leben verändern, sondern auch die Zukunft einer ganzen Familien und dessen Umwelt nachhaltig beeinflussen.

Sie laufen bzw. krabbeln dann einfach auf das Wasser zu, weil vielleicht ihr Ball rein gerollt ist, weil es durch die Sonne so schön glitzert oder weil sie es lieben damit zu spritzten. Die Kinder beugen sich dann vor, z.B. weil sie ihr Eimerchen im Urlaub am Pool auffüllen wollen und verlieren dabei das Gleichgewicht. Im hüfttiefen Wasser rutschen viele einfach weg und können von alleine nicht mehr aufstehen, weil die Luft in ihrer Lunge sie auftreiben und der erste Schreck sie das Wasser einatmen lässt. In solchen Momenten hofft man, dass die Eltern sich in einer Armlänge von ihren Kindern entfernt aufhalten und schnell eingreifen können.

Um Kinder vor solchen Unfällen und Erfahrungen hoffentlich irgendwann mal zu bewahren, beginnt man am besten so früh wie möglich mit der Teilnahme an einem durchstrukturierten, nachhaltigen Babyschwimmprogramm. Auf spielerische Art und Weise, unter Nutzung von effektiven Methoden, kleinen Tricks ;-) und mit viel Geduld bereiten Eltern unter meiner Anleitung ihr Kind auf das Untertauchen, das Schweben auf Bauch und Rücken, den Vortrieb durch Paddel- und Beinbewegungen und vieles mehr vor. Das Ziel ist es einerseits Kinder auf das Reinfallen und das anschließende sich selber retten zu können vorzubereiten, bestimmte Techniken koordinativ früher zu beherrschen, als andere in ihrem Alter, aber auch Respekt (keine Angst) vor Wasser aufzubauen. Wer mehr über meine Arbeit wissen möchte, schreibt mir einfach eine email oder informiert sich weiterhin auf meinem Blog.

Übt mit euren Kindern so oft wie möglich und passt immer auf sie auf!

Bis zum nächsten Mal.

Euer Marcus.

 

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