Eine der wichtigsten zu erlernenden Fertigkeiten in der Wassergewöhnung ist das unbekümmerte Öffnen der Augen unter Wasser. In der Seepferdchenprüfung oder auch im Schwimmunterricht müssen Kinder einen Gegenstand aus schultertiefen Wasser auftauchen können. Oft kann dabei geschummelt werden, indem z.B. das Kind

einfach die Augen geschlossen läßt und den Boden mit den Händen abtastet bis es dann den Gegenstand greifen kann.

Wie kann ich also als Elternteil testen, ob mein Kind ohne Zweifel auch wirklich die Augen unter Wasser öffnen kann?

Eine Möglichkeit wäre drei bis vier gleiche Gegenstände (z.B. Tauchringe) in unterschiedlichen Farben auf den Grund möglichst eng neben- oder aufeinander zu positionieren und dann euer Kind dazu auffordert eine bestimmte Farbe hoch zu tauchen. Bringt es die falsche Farbe zur Wasseroberfläche oder mehr als einen Ring, dann kann es durchaus sein, dass es seine Augen unter Wasser geschlossen hält.

Habt ihr keine Ringe zur Verfügung, dann könnt ihr das auch ohne Ausrüstung austesten. Fordert einfach euer Kind dazu auf eure Finger unter Wasser zu zählen. Auch eure Hand mit High Five unter Wasser abzuklatschen oder nur das normale Händeschütteln verlangt von eurem Kind die Augen unter Wasser zu öffnen, da es ja eure Hand vorher erst finden muss, bevor es sie berühren kann.

Versucht es mal. Es wird eurem Kind viel Spass bereiten. Natürlich nur, wenn es bereits gelernt hat den Kopf problemlos unterzutauchen. Habt ihr noch keinen Wassergewöhnungskurs besucht oder habt vor diese selbst durchzuführen, dann holt euch bitte vorher Rat bei einem erfahrenen und qualifizierten Schwimmlehrer.

Hier noch ein kleiner Tipp: Viele Kinder reiben sich mit den Fingern die Augen nach dem Auftauchen. Am Anfang, während der Gewöhnungsphase ist das noch ok. Nach ein paar erfolgreichen Übungsstunden sollte dann aber sehr darauf geachtet werden, dass das Kind lernt durch einfaches Blinzeln das Wasser aus den Augen zu entfernen. Diese Fertigkeit zu meistern kann im Notfall sehr wichtig werden. Stellt euch vor euer Kind fällt ins Wasser. Nach dem Wiederauftauchen muss es in der Lage sein ruhig zu agieren. Um das Untergehen zu verhindern, brauch es nun seine Hände, um den Kopf über Wasser zu halten. Es bleibt also nur das Blinzeln, um die Augen vom Wasser zu befreien. Hat das Kind dieses vorher im Wassergewöhnungskurs nicht gelernt, wird es wohlmöglich panisch reagieren und das sollte, wie wir ja alles wissen, in Extremsituationen vermieden werden.

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